Pressemeldung vom 07.11.2002

Gewalt an Schulen durch Mediationsprojekte verringern

Wie kann man Gewalt an Schulen verringern oder am besten schon im Keim ersticken ? Eine Antwort auf diese Frage gibt die FDP-Kreistagsfraktion indem sie Mediationsprojekte an den Schulen in der Trägerschaft des Kreises fördern will.

Wie die schulpolitische Sprecherin der FDP, Helga Lerch, in der letzten Kreistagssitzung ausführte, stellt die Schulmediation ein Verfahren dar, innerschulische Konflikte oftmals schon im Ansatz anzugehen ehe es zu einer unkontrollierten Eskalation kommt. In vielen gesellschaftlichen Bereichen sind Mediationsverfahren bereits fest etabliert – so wurden z.B. in Verbindung mit der Erweiterung des Frankfurter Flughafens Mediationsverfahren eingesetzt. Die Schulmediation ist ein Verfahren – so Helga Lerch – bei dem die beteiligten Schüler, unterstützt durch eine neutrale dritte Person (Mediator / Mediatorin) ihre Konflike selbst lösen. Die angewandten Streitschlichtungsprogramme dienten der Verbesserung des Schulklimas und dem Erwerb sozialer Kompetenzen. Ziel sei es, in der Schule eine Streitkultur zu fördern, die letztlich alle Bereiche des Schullebens einschließen sollte. Die Ausbildung zum Mediator / Medidatorin erfordere neben Zeit auch Professionalität z.B. das Wissen über Schlichtungstechniken, Konfliktstrukturen sowie soziale und kommunikative Kompetenzen. 

Die Notwendigkeit der Einrichtung von Mediationsprojekten an Schulen wurde fraktionsübergreifend von Mitgliedern des Kreistages befürwortet.

Die FDP-Fraktion lädt die Bürgerinnen und Bürger ein, auf ihrer Homepage www.fdp-fraktion-mainz-bingen.de Meinungen und Anregungen zur Schulmediation kund zu tun. „Generell sollten die neuen Medien stärker zum Meinungsaustausch zwischen Bürger und Politik genutzt werden,“ fordert Helga Lerch abschließend.

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